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Presseberichte

U23 Ruder-WM mit Essener Beteiligung

21. Juli 2010

Ronja Schütte, Schiwa Omidi und Mareike Adams wollen nach Medaillen greifen.

Am heutigen Donnerstag beginnen in Brest in Weißrussland die Weltmeisterschaften im Rudern aller Athletinnen und Athleten zwischen 19 und 22 Jahren. Bis zum kommenden Sonntag werden in 21 Bootsklassen die U23 Weltmeister ermittelt. Der Deutsche Ruderverband (DRV) gehört zu den 57 Verbänden, die mit 887 Ruderinnen und Ruderern in 309 Booten an diesen globalen Titelkämpfen teilnehmen. Über hervorragende Leistungen im Saisonverlauf haben sich auch zwei Ruderinnen, eine Steuerfrau, eine Physiotherapeut und ein Trainer aus dem Stützpunkt in Essen am Baldeneysee für diese WM qualifiziert.
Ronja Schütte vom Essen Werdener Ruder Club und Steuerfrau Schiwa Omidi (RK am Baldeneysee) werden den Schlag beziehungsweise den Ton und die Fahrtrichtung im weiblichen Flaggschiff des Verbandes, dem Achter, angeben. Bereits im Vorjahr besetzten die beiden das Heck des Achters bei den U23 Weltmeisterschaften in Racice (Tschechei), damals sprang ein unbefriedigender fünfter Platz dabei heraus. Das soll in diesem Jahr natürlich anders werden und davon ist auch der Bootstrainer Peter Seidel (Essen Werdener Ruder Club), der durch seine permanent gute Trainerarbeit das Vertrauen vom DRV-Chefbundestrainer Hartmut Buschbacher geschenkt bekam, fest überzeugt. „Die Mädels haben im Trainingslager in Ratzeburg sehr hart und gut trainiert, die gefahrenen Zeiten in den Trainingsstrecken zeigen, dass wir deutlich schneller als im Vorjahr unterwegs sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Kampf um die Medaillen ein gehöriges Wörtchen mitreden können.“ Die größte Konkurrenz ist hier aus den USA, Neuseeland, Kanada, Frankreich und dem Gastgeberland Weißrussland zu erwarten. Das Finale ist für Sonntag um 14:54 Uhr angesetzt.
Die „Neu-Essenerin“ Mareike Adams (ETuF Essen) hat zu Saisonbeginn nicht nur den Verein, sondern auch die Disziplin gewechselt. Während sie im vergangenen Jahr für die RG Wetzlar ebenfalls im U23 Frauenachter saß, wechselte sie unter ihrem neuen Heimtrainer Oliver Kampmeier (ETuF) wieder in die Skulldisziplin, wo der Ruderer in jeder Hand ein Ruder hält, zurück. Hier konnte sie schon als Juniorin zahlreiche nationale und internationale Erfolge feiern. Über überzeigende Leistungen im Einer, Zweier und Vierer wurde sie für das U23 Nationalteam nominiert und bekleidet nun die Schlagposition des Doppelvierers. Gemeinsam mit Juliane Domscheit (Potsdam), Julia Lier (Halle) und Lena Möbus (Rheinfelden), gehörte das Quartett schon in Ratzeburg zu den schnellsten Booten in der Zeitrelation der DRV-Flotte. Zwölf Nationen haben im Brest in dieser Bootsklasse ihre Meldungen abgegeben. Die Ukraine geht als Titelverteidiger ins Rennen und die DRV-Crew will auf alle Fälle den Silberrang des Vorjahres halten und die Goldmedaille angreifen. Nach den vor- und Hoffnungsläufen werden die Medaillen bereits am Samstagnachmittag um 17:30 Uhr im ersten Finalblock vergeben.
Die Erfolge am neuen Bundesstützpunkt Nachwuchs am Baldeneysee kommen nicht von ungefähr. In den letzten Jahren hat man es verstanden die Kräfte der einzelnen Essener Rudervereine zu bündeln und das Umfeld mit Unterstützung des Nordrhein-Westfälischen Ruderverbandes, der Sportstiftung NRW, dem Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr sowie des Vereins für Leistungssport in Essen, zu verbessern. Dies blieb auch dem Deutschen Ruderverband nicht verborgen und so greift der DRV auch im Betreuerstab auf Essener Erfahrung zurück. Martin Hemmers ist als Physiotherapeut am Stützpunkt in Essen für seine erfolgreichen Behandlungen bestens bekannt und so wurde er im dritten Jahr in Folge nun ebenfalls ins DRV-Team berufen.


Boris Orlowski




by Mark Borrmann