Era Lubisch ist Deutsche Meisterin im Doppelzweier

Die Deutschen Juniorenmeisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften verliefen für eine Sportlerin besonders erfolgreich. Era Lubisch konnte sich im leichten Doppelzweier die Goldmedaille und im leichten Doppelvierer die Silbermedaille sichern. Nach der kurzfristigen Verlegung der Meisterschaften vom Essener Baldeneysee, der durch das Laichkraut zu sehr bewachsen war um faire Wettkämpfe auszutragen, an den Elfrather See, hatten unsere Sportlerinnen und Sportler nicht nur diese räumliche Umstellung, sondern auch die extreme Hitze am letzten Juni Wochenende zu verkraften.

Bereits vor dem Start der Meisterschaften wurden die Zeitpläne für Donnerstag und Freitag zusammengestrichen und das Ausscheidungssystem an den internationalen Qualifikationsmodus angepasst, in dem jeweils die zwei ersten Boote eines Vorlaufs in den nächsten Lauf einzogen. Die restlichen Plätze in den Finals bzw. Halbfinals wurden dann über eine Zeitrangliste der übrigen Boote vergeben. Dadurch konnte die Zahl der Rennen verkleinert werden und die Belastung in der Mittagshitze reduziert werden. Dennoch waren die Temperaturen von bis zu 40°C, direkte Sonneneinstrahlung und kaum Wind eine körperliche und mentale Herausforderung für alle.

Era Lubisch startete am Donnerstag im Vorlauf des leichten Juniorinnen B Doppelzweier. Gemeinsam mit Franziska Henk (RaB) konnten sie, wie schon bei den letzten Regatten, bereits zur 500 Meter Marke über eine Länge Vorsprung aufbauen und diese zur 1000 Meter Marke auf eineinhalb Längen vergrößern. Diesen Vorsprung verwalteten die beiden bis ins Ziel und zogen souverän ins A-Finale ein. Hier hieß es dann einen kühlen Kopf bewahren, um die Siegsträhne fort zu führen. Die starken ersten 500 Meter der beiden bescherten ihnen auch hier eine Länge Vorsprung vor dem Feld, danach konnten sie sich auf über zwei Längen Vorsprung vom Feld absetzen und sich mit einem Start-Ziel-Sieg die Deutsche Meisterschaft sichern. Wenige Stunden später stand dann für die beiden der zweite A-Final Lauf an, diesmal im leichten Doppelvierer. Gemeinsam mit Tilda Jebbink (RRG Mülheim), Sophia Overthun (RV Waltrop) und Steuerfrau Jule Breuer (RaB) hatten sie sich bereits am Freitag im Vorlauf mit einem sauberen Rennen den ersten Platz und damit ihren Startplatz gesichert. Das Finale wurde dann erwartet eng. Vom Start weg fuhr die Mannschaft, angefeuert von Jule Breuer auf dem zweiten Platz und lag zur 1000 Meter Marke nur 1,7 Sekunden hinter dem führenden Boot. Mit deren beherzten Endspurt konnten die fünf aber nicht mehr mithalten, sodass sie als zweites Boot mit sicherem Abstand zum dritten Platz ins Ziel fuhren und sich somit den Titel der Vizemeisterinnen holten.

Lars Lubisch, Benedikt Neß (RRG Mülheim), Jakob Fistera und Max Rosenbaum (beide RaB) starteten gemeinsam im Vierer ohne der B-Junioren. Im Vorlauf am Donnerstag zogen die vier mit ihrem zweiten Platz direkt ins A-Finale ein, aber die Zeiten verrieten schon, dass der Kampf um die Medaillen am Sonntag hart werden würde. Alle sechs Boote des A-Finales lagen nach den ersten 500 Metern noch relativ nah beieinander, und die vier gaben alles, um nicht vom drittplatzierten Boot abreißen zu lassen. Trotz ihres ambitionierten Endspurts waren im anderen Boot noch mehr Körner vorhanden, sodass Lars, Benedikt, Jakob und Max auf einem starken, aber undankbaren vierten Platz ins Ziel kamen. Später stand auch für die vier noch ein Rennen auf dem Programm, das Finale im Junioren B Achter. Mit der fünftschnellsten Vorlaufzeit hatten sie sich zusammen mit Hendrik Bröhl (RRG Mülheim), Noey Schöne, Caspian Förster und Felix Krug (alle TVK), angefeuert von Josephine Kohlmann (Kettwiger RG) für das Finale qualifizieren können. Im Finale mussten sie dann allerdings dem hohen Anfangstempo des Rennens sowie ihren vorherigen Rennen im Vierer ohne und Vierer mit Tribut zollen. Nachdem sie bis zur 1000 Meter Marke noch mit dem Feld mithalten konnten, fuhren ihnen im Enspurt die anderen Boote davon und sie kamen als sechste ins Ziel.

Paul Roloff startete gemeinsam mit Henri Gördes (RV Oberhausen), Henry Broda, Timo Schwabe und Steuermann Frederik Reuleaux (alle RaB) im Doppelvierer der B-Junioren. Im Vorlauf am Freitag mussten die fünf schon von Beginn an, trotz einer starken Startphase, die anderen Boote ziehen lassen, die erwartet stärker waren. Dennoch ließen sich die erstjährigen B-Junioren nicht entmutigen und fuhren ein beherztes Rennen. Mit der zehnten Zeit landeten sie dann im B-Finale, das sie für ein letztes und bestes Rennen nutzen wollten. Leider machte ihnen die Hitze hier einen Strich durch die Rechnung, der Regattaausschuss beschloss am Freitagabend, alle B-Finalläufe am Sonntag abzusagen, um die Sportlerinnen und Sportler vor der Hitze zu schützen.

Kosmo Killmann startete mit Zweierpartner Daniel Niedergethmann (RaB) im Zweier ohne der A-Junioren. Nach der langen Verletzungspause von Kosmo und der durchwachsenen Rangliste, wollten die beiden bei den Meisterschaften nochmal ordentliche Rennen zeigen. Mit dem vierten Platz im Vorlauf konnten sie sich noch über die Zeit für das Halbfinale am Samstag qualifizieren. Nach einer etwas verhaltenen Startphase fuhren die zwei zwar konstant weiter, trotzdem reichte es nur für den sechsten Platz und den Einzug ins B-Finale. Aufgrund der Absage der B-Finals am Sonntag, war das Halbfinale für die beiden das letzte Rennen der Regatta.

Kathleen Bartkowiak startete bei den U23 sowohl im Vierer ohne als auch im Vierer mit. Hier waren für den Freitag eigentlich Bahnverteilungsrennen angesetzt, die aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt wurden. So ging es am Samstag in den Finals direkt ums Ganze. Im Fünf-Boote-Feld mussten Kathleen, Pauline Seehafer, Merle Schleef, Greta Coldewey (alle drei Hannover) sowie Steuerfrau Josephine Kohlmann die ersten drei Boote ziehen lassen, und kamen auf dem vierten Platz ins Ziel. Etwa zwei Stunden später machten sich das vorherige Rennen und die große Hitze bemerkbar, im Vierer ohne lagen sie zunächst noch in Schlagweite der viert- und fünftplatzierten Boote, konnten sich aber nicht mehr an diese heranarbeiten und kamen auf dem sechsten Platz ins Ziel.

Zurück
Zurück

Simon Brockhoff unterstützt die Ruderjugend NRW beim Bundeswettbewerb in Münster

Weiter
Weiter

Aktuelle Informationen: Versicherungsschutz und Verkehrsregeln auf dem Baldeneysee